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Venedig, dist einfach nicht von dieser Welt. Durch die Gassen schlendernd wird man den Eindruck nicht
los, diese Stadt sei ein Freilichtmuseum und zu schön um wahr zu sein. Es gibt kaum eine Stadt, deren
Ortsbild sich seit Jahrhunderten so wenig verändert hat. Canaletto könnte auch heute noch seine
berühmten Venedig-Bilder malen.
Die Lagunenstadt verteilt sich auf mehrere Inseln und ist auf Pfählen erbaut. Über einen Damm mit dem Festland
verbunden ist aber am Ende des Damms Endstation für den Zug und Autos. Venedig ist autofrei und die Entdeckung
der Langsamkeit somit Teil des Besichtigungsprogramms: Treppauf, treppab zu Fuß, auf einer romantischen
Gondelfahrt durch die kleinen Kanäle oder doch etwas schneller mit dem Vaporetto, dem öffentlichen Verkehrsmittelboot.
Tagsüber tummeln sich neben den Taubenschwärmen die Tagesausflügler auf dem Markusplatz und bewundern den Dogenpalast.
Die Basilika des Heiligen Markus hatte die Hagia Sofia in Istanbul zum Vorbild und mutet mit ihren fünf Kuppeldächern
daher byzantinisch an. Den weltbekannten Platz überragt der Glockenturm Campanile, der bequem per Aufzug "erklommen"
werden kann, um einen einmaligen Blick über den Platz und die gesamte Lagunenstadt zu genießen.
Abends, wenn die Tagestouristen wieder auf dem Festland sind, verwandelt sich Venedig in die Stadt zurück,
die sie eigentlich ist: geheimnisvoll, verwinkelt, scheinbar unentdeckt. Auf einer Tagesexkursion vom Festland
kann man diese besondere Atmosphäre in den Besucherströmen niemals spüren. Nur der, der auch abends und nachts hier ist,
kommt in den Genuss diese weitere faszinierende Facette der Stadt kennen zu lernen.
Zu den Ferienunterkünften in Venedig
Die Räume des Dogenpalastes mit ihren reichen Verzierungen, alten Weltkarten und Gemälden genauso wie das ehemalige
Gefängnis dahinter sind ein Muss bei einem Venedigbesuch. Der Palast und der Kerker sind durch die Seufzerbrücke verbunden,
so genannt, weil die Verurteilten auf dem Weg in die Zelle von hier einen letzten Blick auf die Freiheit werfen konnten
und seufzten. Das Museo Civico Correr auf dem Markusplatz zeigt Venedig in Bildern aus dem 13. bis 16. Jahrhundert.
Unzählige andere Museen zeigen Werke der italienischen
Meister Tiepolo, Tintoretto und Veronese. Moderne Kunst hat die Sammlerin Peggy Guggenheim im Palazzo Venier zusammengetragen.
Das größte Kunstwerk jedoch ist Heimatstadt von Marco Polo selbst. Auf dem Weg zur Rialto-Brücke begeistern bunte Palazzi
mit typisch verzierten venezianischen Spitzbogenfenstern. Von einigen Palazzi bröckelt die Farbe und verleiht der Stadt
dieses unwiderstehlich-melancholische Flair vergangener Zeiten. Die belebte Rialto-Brücke, seinerzeit die erste über den
Canale Grande, bietet den Besuchern in Geschäften und an Marktständen
beliebte Mitbringsel: handbemalte Masken, venezianische Spezialitäten und mundgeblasenes Glas von der nahen Insel Murano.
Auf der Glasbläserinsel Murano, die bekannt ist für ihre hochwertigen bunten Glasprodukte, kann den Meistern bei
der Arbeit zugeschaut und im Werksverkauf Vasen, Gläser und vieles mehr erstanden werden. Auch die anderen Inseln
lohnen den Besuch: die ruhige Giudecca mit schönem Blick auf die Hauptinseln, die
Badeinsel Lido mit einem kilometerlangen Sandstand oder auch das kleine Burano mit seiner Spitzenstickerei
und knallbunten Häuschen.
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